Die Geschicht der Gemeinde Treglwang
     
Das Wappen
 
Die Steiermärkische Landesregierung hat gemäß § 4 Abs. 1 der Gemeindeordnung 1959, LGBl. Nr. 41, in der Fassung des Gesetzes vom 21. März 1962, LGBl. Nr. 88, des Gesetzes vom 27. Oktober 1964, LGBl. Nr. 30/1965, und des Gesetzes vom 27. Jänner 1965, LGBl. Nr. 83, mit Beschluß vom 13. Dezember 1965 der im politischen Bezirk Liezen gelegenen Gemeinde Treglwang mit Wirkung vom 1. Jänner 1966 das Recht zur Führung des bildlich dargestellte Gemeindewappens verliehen.

 
Beschreibung des Wappens
In einem vom Silber und Grün schräglinks geteilten Schild gehen farbengewechselt aus der Teilungslinie oben eine Fichte und ein in einem silbernen Brunnentrog fallender Wasserstrahl hervor.

Graz, am 13. Dezember 1965

     
Link zur Urkunde (bitte auf die Lupe klicken)  
     
Traglbanch - wie es 1265 erstmals urkundlich erwähnt wurde - bietet einen wertvollen Lebensraum, umgeben von einem Stück unberührter Natur - ein Aufenthalt in dieser ländlichen Idylle hat sich immer gelohnt.
     
Bürgermeister der Gemeinde Treglwang:
 

1848 - 1860 Thomas Rainer
1860 - 1866 Rudolf v. Bonwarth
1866 - 1876 Josef Tobiter
1876 - 1879 Andreas Pilz
1879 - 1885 Anton Braunegg
1885 - 1898 Johann Pumpernik
1898 - 1905 Michael Waingant
1905 - 1914 Adam Rainer
1914 - 1919 Gottfried Staubinger
1919 - 1932 Franz Jetz
1932 - 1933 Franz Geyer
1933 - 1939 Winnibald Wolf

1939 - 1945 Peter Gotschacher
1945 - 1945 Otto Lameisch
1945 - 1946 Stock Otto
1946           Schrempf Karl
1946 - 1960 Stock Otto
1960 - 1963 Schindlbacher Andreas
1963 - 1965 Zefferer Friedrich
1965 - 1975 Jetz Georg
1975 - 1985 Obergruber Roman
1985 - jetzt  Grössing Johann

 
Der Ortsname Treglwang
     
Wenn die Sumpfgeister in hellen Mondnächten zusammen kamen, erzählten sie einander allerlei Geschichten, damit sie dann, wenn sie wieder alleine waren, die Einsamkeit leichter ertrügen.

Einmal machten sie untereinander aus, daß jeder in der Einsamkeit an Geschichten, Sagen und Erzählungen denke, um sie bei der nächsten Zusammenkunft zum Besten zu geben und so für abwechslungsreiche Unterhaltung zu sorgen.

"Ja, das ist recht", mischte sich ein munterer Sumpfgeist ein, "es muß ja nicht ein Kunstwerk sein, das der Erzählende zum Besten gibt, man erzählt einfach was man erlebt hat oder man eben weiß. Ich komme aus Treglwang. Ich meine, der Name dieses Ortes stammt daher, daß nach dem Ablaufen der Paltenseen der höchstgelegene Sumpfboden zuerst trocken wurde. Er hatte offenbar die Form eines Troges, dessen geneigte Seitenwände sich bald begrasten. So ist wahrscheinlich Treglwang zu seinem Namen gekommen."

"Aber die Leute im Ort erzählen eine andere Entstehungsart dieses Otrsnamens. Wenn es euch nicht langweilt, erzähle ich es euch. Hört gut zu!"

"Vor alten Zeiten war Treglwang nur ein Weiler mit vier Gehöften, der noch keinen eigenen Namen besaß. Da bemühten sich die Bauern, den Ort zu benennen. Als sie zu diesem Zwecke beisammensaßen, schlugen sie diesen und jenen Namen vor, doch keiner passte ihnen, nicht weil die vorgeschlagenen Namen schlecht gewesen wären, sondern weil die zwei reichsten Bauern gerade die von ihnen empfohlenen Namen durchsetzen wollten. So stritten sie einige Jahre, ohne daß sie zu einer Einigung gelangten. Da kam eines Tages der Landesfürst mit seinem Gefolge in den Weiler geritten und hörte von dem Streit um die Namensgebung. Die Bauern baten ihn, er möge den Streit beenden, in dem er dem Orte einfach einen Namen gebe. Dieser fragte die zwei reichsten Bauern, wie sie heißen. "Trögl" sagte der eine und "Wang" der andere. Da sagte der Landesfürst: "Nichts ist leichter als diesen Streit zu beenden. Ihr beide sollt recht behalten. Der Ort soll TREGLWANG heißen."

Und so heißt er auch noch heute.

     
Almabtrieb in Treglwang
     

Treglwang, die kleine Gebirgsgemeinde im Paltentale, hoch oben nahe dem Schoberpass im Obersteirischen, feierte alljährlich am Leihkaufsonntag oder Rosenkranzsonntag seinen berühmten Almabtrieb.

Der Herr der Herde, der gewaltige Stier, bekam den "Grössing" (geschmücktes Nadelbäumchen) auf den Kopf. Vorne am Kopf trugen Stier und Kühe auch noch den Hirnfleck in Herz- oder Dreiecksform, um den Hals einen Kranz.

Ein großes Preisjodeln in Treglwang und abends der Schwoagerinnen-(Sennerinnen-)Tanz beschlossen diesen alten Brauch.